Kalendereinblicke: Februarmotiv Friese

Veröffentlicht am

Die Seele des Pferdes …
Eigentlich sollte ich hier „OHNE WORTE“ hinschreiben. Was haben ich und viele andere nicht schon geschrieben über die Augen der Pferde! Wie viele Fotos habe ich schon gemacht von Pferdeaugen, jedes anders, jedes besonders, jedes einzigartig! Alles ist wahr, alle Gefühle sind möglich. Wenn ein Pferd dich anschaut, schaut es in deine Seele. Wir glauben immer, wir schauen auf die Pferde; dabei sind sie es, die mit einem Blick unseren wahren Charakter erkennen. Gut, dass sie darüber nicht sprechen können. Im Gegenteil – sie strahlen eine unglaubliche Magie aus, eine Zuversicht und Güte, die immer wieder bewegt. Mehr möchte ich darüber nicht sagen. Doch anhand dieses Bildes möchte ich beschreiben, wie vielfältig man Pferdeaugen fotografieren kann.

Zunächst einmal: Es geht nicht nur um das Auge an sich. Bei einigen Rassen wie bei den arabischen Pferden haben wir Augen, die sehr exponiert stehen. Arabische Pferde haben eine andere Perspektive, denn ihre Augen blicken auch nach vorne. Bei Kaltblutpferden liegen die Augen tiefer in der Knochenhöhle des Schädels, sie sind seitlicher angeordnet und haben damit ein anderes Gesichtsfeld. Es geht also um die Einbettung des Auges und um die Umrahmung. Hier sind es die gewellten Locken der üppigen Mähne, die kunstvoll das Auge einrahmen. Mit den Mähnen kann man spielen, und besonders bei Andalusiern und Friesen kann man sie für ein Foto um das Auge drapieren. Doch es gibt Pferde, die nicht auf solch üppigen Haarwuchs als Deko zurückgreifen können oder eine gestylte und gezopfte Mähne haben. Dann kann man vielleicht mal ein schönes Zaumzeug, als Deko nehmen, um das Auge zu unterstreichen. Aber noch wichtiger ist die Perspektive, aus der man das Auge fotografiert. Bei diesem Bild stand ich stand ich direkt seitlich, also in einem 90 Grad-Winkel zum Pferd. Doch je nachdem wie man sich bewegt, ist auch der 45 Grad- Winkel nach vorne oder hinten sehr gut. Die meisten Menschen jedoch, die einen Fotoapparat in der Hand halten, fotografieren immer nur stehend aus derselben Perspektive. Man kann auch mal ausprobieren, wie es wäre, wenn man das Auge von unten fotografiert, also gegen den Himmel! Ich könnte ein eigenes Buch über das Pferdeauge, seinen Ausdruck und die Art und Weise es zu fotografieren herausgeben! Mal sehen.

Exklusive Kalender für Pferdeliebhaber

VON GABRIELE BOISELLE
FOLGE MIR AUF INSTAGRAM