Kalendereinblicke: Märzmotiv Fascination

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Simeon Seifan vom Gestüt Simeon Stud …
Marion Richmond vom Gestüt Simeon Stud hatte mich eingeladen, 27 Jahre nach meinem ersten Besuch, mal wieder bei ihr „vorbeizukommen“. Erst in der Nacht zuvor war ich aus Deutschland in Australien eingetroffen und war erschöpft nach dem langen Flug in mein Bett gefallen. Als ich am Morgen des nächsten Tages erholt und ausgeschlafen aus dem Fenster meines Gästezimmers blickte, war ich wie elektrisiert: Da tanzte im warmen Morgenlicht ein wunderschöner Fuchshengst über seine Koppel, stieg spielerisch in die Höhe, warf seine Mähne in die Luft und drehte sich auf einem Bein um sich selbst.
Das Schauspiel war betörend und ich war augenblicklich hellwach. Es zog mich hin auf die weitläufigen Weiden des Gestüts, auf denen noch mehr wundervolle „arabische Perlen“ zu finden waren – alles Pferde mit ägyptischen Blutlinien. Nicht zuletzt landete ich bei der Herde Zuchtstuten, die feinste und schönste Wesen, die ich jemals auf einer Koppel gesehen hatte. Ich nahm mir die Zeit – ohne Kamera – die einzelnen Pferde kennenzulernen und genoss die Ruhe um mich rum, um dieses wundervolle Fleckchen Erde intensiv zu erleben. Doch wer war nun dieser Hengst? Es berührte mich sehr zu erfahren, dass „Simeon Seifan“ (Simeon Shefran x CM Moussameh) ein Ur-Enkel von „Asfour“ war, den ich damals im Jahre 1991 zweijährig hier auf Simeon Stud fotografiert hatte und der zu einem sehr einflussreichen Vererber in den USA avancierte. Ja, „Seifan“ hat viel von seinem Ahnen und ich glaube, er ist noch edler und typvoller als es Asfour war. Jedes Mal, wenn ich versucht habe, seine wirkliche Schönheit einzufangen, musste ich mir eingestehen, dass die Fotografie in diesem Falle dem Original nicht gerecht wird. „Seifan“ ist in natura noch viel beeindruckender als es die Fotografie zeigen kann – er ist einfach grandios!

 

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VON GABRIELE BOISELLE
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