Fototipp – Andalusierhengst am Strand

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Pferde am Meer zu fotografieren ist zwar immer eine wundervolle Sache und für viele Fotografen ein absoluter Traum, doch es ist auch eine schwierige Angelegenheit, denn gerade bei dieser Location gibt es ein paar grundlegende Probleme. Denn ein freilaufendes Pferd bei den Lichtverhältnisse am Srand mit dem refelktierenden Wasser zu fotografieren, ist meistens eine echte Herausforderung!

  • Die erste Schwierigkeit besteht darin, zu erkennen wohin das Pferd läuft! Man muss sich schon sehr flexibel darauf einstellen in welchem Blickwinkel man das Pferd dann tatsächlich einfangen wird. Wichtig sind genügend Helfer, die das Pferd immer wieder in die Ecke/ Richtung treiben, in denen Du das Pferd fotografieren möchtest. Dennoch musst Du flexibel sein und dafrst Dich nicht auf einen Standpunkt versteifen. Die schönsten Bilder entstehen manchmal, wenn das Pferd spontan umdreht oder die Richtung wechselt.
  • Doch das größte und grundlegendste Problem ist, eine gute Belichtung zu finden und einzustellen. Obwohl – oder gerade weil man so viel Licht hat, wird die Kamera immer sensibel reagieren und die Blende in der Blendenautomatik der Kamera oft zu schnell schließen. Im schlimmsten Fall entsteht so ein dunkler Schattenriss des Pferdes, dafür ist aber das Meer hinter dem Pferd schön blau. Doch dies wollen wir ja eigenlich nicht.

TIPP: Daher solltest Du unbedingt eine Probebelichtung machen, wenn das Pferd noch am Strick geführt wird und noch nicht losgaloppiert. Die Zeit muss sein, um dann entscheiden zu können, ob Du möglicherweise über- oder unterbelichten musst. Mit meiner Canon Kamera habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich bei einer solchen Situation mindestens 2/3  ÜBERbelichten muss, um noch etwas Zeichnung im Pferdekörper noch zu bekommen.

DOCH ACHTUNG: Der Hengst läuft im Gegenlicht und der Schatten auf seinem Fell gibt Zeichnung, würde die Sonne auf seinem Fell liegen, dann müsste ich in jedem Fall unterbelichten!

Wenn dieses Problem gelöst ist, musst Du anschließend sicher stellen, dass Du den Fokus auf die Brust des Pferdes eingestellt hast und diese etwas in die Richtung (hier rechts) verlegst, in die das Pferd hinlaufen wird. Das Fotografieren in der Halbautomatik ist dabei einfach sehr sinnvoll, damit sich die Belichtung  je nach Situation verändern kann, denn mit jedem Galoppsprung des Pferdes verändert sich die Perspektive und damit auch der Winkel der Sonneneinstrahlung.

Dann kommt es „nur“ noch darauf an, dass die Mähne nach oben weht, Du also die Aufwärtsphase des Sprungs erwischst und die Sonne durch die Strähnen leuchtet. Also genau hinschauen, genau einstellen und dann viel Glück bei diesen Fotos!

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VON GABRIELE BOISELLE
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