Barockpferdeausbildung in der heutigen Zeit
Knapp 100 persönliche Mitglieder (PM) waren dem Ruf der FN ( Regionalverband Baden-Württemberg) in das Barockzentrum nach Heimsheim gefolgt. Nach einer Einführung durch die PM-Delegierte Frau Dr. Wilma Ubbens folgte die Begrüßung durch die Hausherrin Frau Elke Wedig die es sich nicht nehmen ließ die PM’s durch ihre Anlage zu führen...

Sie berichtete wie die Anlage von einem ehemaligen Viehbetrieb zu einer Reitanlage umgebaut wurde was, bedingt durch die Lage in einem Landschaftsschutzgebiet, ein nicht einfaches Unterfangen war. Die Stallungen beherbergen ca. 30 4-Beiner, neben den Barockpferden auch etliche Minishettis und 2 Esel. Das Zentrum bietet Einzelunterricht für Reiter auf Schul- oder eigenen Pferden und legt großen Wert auf die Ausbildung von Kindern. Ganzjährig finden verschiedenste Lehrgänge auf der Anlage statt. Nach dem Rundgang referierte Frau Judith Zimmermann über die Geschichte der barocken Reiterei und spann dabei den Bogen von der Vergangenheit zu der Gegenwart. Ebenso gab es einen kurzen Überblick auf die Unterschiede der Barockpferdeturniere zu der Sportreiterei. Dabei stellte Frau Zimmermann die Unterschiede in der Ausbildung Barockpferd zu Sportpferd vor. Das eher quadratische Barockpferd beginnt viel früher mit den Lektionen Piaffe und Passage was bei dem klassischen Dressurpferd den Höhepunkt der Ausbildung bedeutet. Levade, spanischer Schritt und die Schulsprünge fehlen in der klassischen Ausbildung ganz.
Nach einer kurzen Kaffeepause folgte dann die praktische Demonstration in der Reithalle. Hier wurden verschiedene barocke Pferderassen unter dem Reiter in den verschiedensten Lektionen vorgestellt, so zeigte z.B. ein Lusitano unter dem Damensattel den spanischen Schritt in Perfektion. Das nicht nur barocke Pferderassen zur Ausbildung als Barockpferd geeignet sind demonstrierte Frau Tatjana Früh, Ausbildungsleiterin des Barockzentrums, an dem Missouri Trotter Merlin der neben dem Kompliment auch das Steigen zeigte. Ein Pas de Deux, in spanischen Kostümen geritten, versetzte die PM’s in den Iberischen Flair.
Das barocke Pferd in der Turnierreiterei bildete dann den Übergang in die heutige Zeit. Martina Lippmann zeigte ihren Lusitanohengst in einer M-Kür mit der sie auf klassischen Turnieren auch schon siegreich war.
Abgerundet wurde der sehr informative Nachmittag durch die Jugend des Barockzentrums, diese präsentierten in Kostümen eine Langzügelquadrille mit Minishettis..
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