Andalusien

Ein Quarter Horse im Sonnenblumenmeer

 

Wenn man von Jerez de la Frontera in Richtung Ronda fährt, kurz bevor man in die Berge, die „Sierra“ kommt, ziehen sich kilometerweit Sonnenblumenfelder entlang der Straße dahin. Beim Blick aus dem Fenster fängt automatisch an, davon zu träumen, einmal ein Pferd dort hindurchlaufen zu lassen. Doch das ist nicht so einfach, denn die Sonnenblumenreihen sind eng gesät, die Blätter rau und widerborstig und die Stengel mit den Blüten sehr steif und unnachgiebig. Kein Pferd begibt sich freiwillig in ein solches Feld. Außerdem drehen sich die Köpfe der Sonnenblumen nach dem Lauf der Sonne und schauen immer in verschiedene Richtungen. Die Hacienda Buena Suerte der Familie Dysli ist in manchen Jahren umgeben von einem Meer aus gelben Sonnenblumen. Und irgendwann kommt dann der Tag, an dem man gegen alle Widrigkeiten versucht, doch die Pferde und die Sonnenblumen zusammen zu bekommen. Vor ein weiteres Problem stellt einem die Größe der Sonnenblumen, die mit ihrer Höhe von mindestens 150 bis 180 cm ein Pferd nahezu im Blumenmeer verschwinden lassen. Daher ist es völlig sinnlos von ebener Erde aus zu fotografieren. Jetzt ist guter Rat teuer.

 

Entweder man findet ein Sonnenblumenfeld, das sich über einen Hügel zieht – was sehr schwierig ist – oder man hat das besondere Glück wie ich es hatte: Die Hacienda verfügt über einen Radlader zum Transport von Heuballen und Erdgut, in dessen Schaufel ich mich stellen konnte und dann einige Meter in die Luft gehoben wurde. Von dieser wackeligen Plattform aus hatte ich nun eine gute Sicht. Doch wie geht es mit den Pferden weiter. Einige hochmotivierte Helferlein führten die jungen Quarter Horse Stuten der Hacienda mit viel Leckereien und guten Worten in das Feld, einem kleinen Weg folgend, der beim Sähen durch den Traktor gezogen wurde. Als sie dann vom Halfter befreit wurden, versuchten sie natürlich auf dem schnellsten Weg wieder zurück auf ihre angrenzende Wiese zu kommen und dabei mussten sie genau vor mir und der Kamera vorbei. Durch die lange Brennweite von 400-600 mm konnte ich optisch die Sonnenblumen so weit komprimieren, dass dieses Bild entstand und zwar sehr früh morgens schon um 6 Uhr, denn später hätte die Sonne die gelbe Farbe der Blütenblätter längst ausgebleicht.

— Gabriele Boiselle —

 

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